Hier gehts zur Ausbildungsgruppe für rituelle Magie und westliche Mysterien.


Übungsplan zur Meditationsreihe des inneren Tempels

Fernkurs der Ausbildungsgruppe für rituelle Magie und westliche Mysterien

© by Salomo Baal-Shem 2008



Hinweis: Dieser Übungsplan befindet sich momentan noch in der Erprobungsphase. (Es handelt sich gewissermaßen um eine Beta-Version bei der jedoch nur noch einige Kleinigkeiten überarbeitet werden müssen.) Diese Version basiert bereits auf über sieben Jahren Erfahrung mit der Meditationsreihe des inneren Tempels. Das erste Erprobungsjahr (in der jetzigen Version) wurde mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen. Die teilnehmenden Studenten haben ausnahmslos gezeigt, daß der Fernkurs eine ausgezeichnete Ausbildungsform ist. Die endgültige Version des Fernkurses wird voraussichtlich 2010 fertiggestellt werden. Es ist bereits jetzt möglich sich für die Teilnahme an unserem Fernkurs anzumelden und (falls gewünscht) bereits an der Erprobungsphase teilzunehmen. Dazu bitte den Fragebogen ausfüllen!


Nicht in den Übungen selbst liegt ihr Wert, sondern darin, daß sie bei beständiger Anwendung zur Entwicklung der geistigen Kräfte führen. (Dion Fortune)


Wir haben diesen Übungsplan sehr ausführlich dargestellt, denn wir wollen Dir nicht nur die einzelnen Übungen dieses Kurses beschreiben, sondern Du sollst auch verstehen, was Du machst, warum Du es machst, wie die Übungen am besten ausgeführt werden und was die weiterführenden Möglichkeiten dieses Kurses sind. Du findest hier auch einige Hinweise dazu wie Du mit häufigen Schwierigkeiten umgehen kannst, aber bedenke immer, dies kann die individuelle Betreuung durch einen persönlichen Lehrer nicht ersetzen.

Wir wollen Dir mit diesem Kurs eine Ausbildung bieten, die tiefgehender, intensiver effektiver und systematischer ist, als dies je zuvor in einem Ausbildungskurs einer modernen Mysterienschule möglich war.

Die Meditation des inneren Tempels ist die Grundlage unserer praktischen Arbeit, denn sie beinhaltet eigentlich alles was der Student der Magie auf dem Pfad der westlichen Mysterien benötigt. Der innere Tempel ist ein Symbol Deiner Seele und durch ihn lernst Du die verschiedenen Prinzipien oder Teile Deiner Seele kennen und Du lernst ihre Kräfte zu verstehen und zu nutzen. Der erste Schritt in diese Richtung ist das Kennenlernen Deines niederen und höheren Schutzgeistes (auch Schutztier und heiliger Schutzengel genannt). Mit diesen Kräften zu kommunizieren ist eine wichtige Fähigkeiten für jeden Magier. Diese Fähigkeit wird sich durch die Arbeit mit Deinem inneren Tempel schrittweise immer weiter verbessern. Auch andere wichtige Kräfte und Wesenheiten, wie z.B. die Erzengel, die Elementarkönige und die Elemente selbst wirst Du durch diese Arbeit kennenlernen. Du wirst lernen die Astralebene auf vielfältige Weise zu nutzen und Dir eine Basis für die höhere und fortgeschrittene Arbeit erschaffen. Die Arbeit im inneren Tempel hilft Dir die spirituellen Prinzipien nicht nur bewußt zu erkennen, sondern sie durch die Symbolform des inneren Tempels direkt in Dein Unterbewußtsein zu integrieren, um so eine besonders tiefgreifende und effektive okkulte Schulung zu ermöglichen. Durch die Meditationen des inneren Tempels lernst Du natürlich auch, wie man kraftvolle innere Bilder aufbaut - eine Fähigkeit, auf die kein Magier verzichten kann. Weiterhin erwirbst Du automatisch all jene Fertigkeiten, die allgemein eine Folge von regelmäßiger Meditation sind, wie Konzentration, Entspannung, usw. . .

Wir gehen in diesem Kurs davon aus, daß Du durchschnittlich sechs Tage die Woche meditierst und einen Tag frei nimmst. Und haben jedes Jahr dieses Übungsplans in zwölf Monate zu je vier Wochen bestehend aus sechs Meditationen pro Woche eingeteilt. Dies ergibt 288 Meditationen pro Jahr und sollte für die meisten Studenten leicht zu schaffen sein. Allerdings ist es nicht unbedingt erforderlich, daß Du Dich genau an diesen Zeitplan hältst. Wenn Du es nicht schaffst sechs Tage die Woche zu meditieren, so folge dem Übungsplan einfach in Deinem eigenen Tempo. (Wenn Du beispielsweise nur vier wöchentliche Meditationen machen kannst, dann benötigst Du eben sechs Wochen für das Pensum, das hier für einen Monat vorgesehen ist. Das ist nicht weiter schlimm, es dauert dann nur eben etwas länger bis Du einen Abschnitt vollendet hast. Da jedoch spirituelle Entwicklung kein Wettrennen ist, spricht nichts dagegen, wenn Du alle Aufgaben in Deinem eigenen Tempo durchführst.) In der Praxis dauert ein Monat natürlich fast immer länger als vier Wochen. Wenn Du eine Monatsaufgabe erfolgreich vollendet hast, dann gehe ohne zu zögern zum nächsten Monat über.

Grundsätzlich ist es natürlich ideal, wenn Du es schaffst jeden Tag zu meditieren und die tägliche Meditation zur Gewohnheit werden zu lassen. Wenn Du sieben Tage die Woche meditierst, dann verwende den siebten Tag, um eine Meditation Deiner Wahl durchzuführen. Wähle dabei jedoch nur aus jenen Meditationstechniken, die Du bereits in diesem Kurs durchgeführt hast. Du kannst diese Zusatzmeditation verwenden, um das aktuelle Thema zu vertiefen, um ein vorhergehendes Thema ausführlicher zu bearbeiten, oder um in das innere Heiligtum des Tempels zu gehen und Deinem heiligen Schutzengel eine persönliche Frage zu stellen. Wovon Dir jedoch ausdrücklich abgeraten sei, ist bei sieben Meditationstagen schon am siebten Tag zum Thema der nächsten Woche voranzuschreiten, da es sinnvoll ist, wenn die einzelnen Themen etwas Zeit haben, um sich setzen zu können. Es kann auch sein, daß Du den Wunsch hast ein Thema länger und ausführlicher zu bearbeiten, als in diesem Übungsplan vorgesehen. Wenn dies der Fall ist, dann nimm Dir ruhig die Zeit, die Du brauchst.


Erstes Jahr

Im ersten Halbjahr geht es vor allem darum jene Form der Meditation zu erlernen, welche die Grundlage der Arbeit in der westlichen Mysterientradition darstellt. Vielleicht hast Du schon Erfahrung in der Meditation, dann wird es Dir vielleicht leicht fallen. Es kann aber auch sein, daß Du erst lernen mußt alte Gewohnheiten aufzugeben, doch in jedem Fall wirst Du bald den Dreh raus haben. Es ist wichtig, daß Du gleich am Anfang Deiner spirituellen Ausbildung die Gedankenform des inneren Tempels sorgfältig aufbaust, da dieser die Grundlage für Deine gesamte Ausbildung sein wird. Du wirst im ersten Halbjahr auch den qabbalistischen Lebensbaum kennenlernen und jede Sefirah des Lebensbaumes intensiv studieren. Der qabbalistische Lebensbaum ist die Basis der westlichen Mysterientradition und der praktischen Magie. Die gesamte westliche Mysterienschulung folgt der Struktur des Lebensbaumes und somit ist ein umfassendes und tiefgreifendes Verständnis des Lebensbaumes für den Mysterienschüler absolut essentiell. Alle wichtigen praktischen Arbeiten der westlichen Mysterien basieren auf dem Lebensbaum. Auch Ethik ist ein wichtiges Thema, mit dem wir uns im ersten Halbjahr beschäftigen müssen, denn da wir auf dem Pfad der Magie mit sehr realen Kräften arbeiten, sollte jeder Student der okkulten Kunst sich der Verantwortung bewußt sein, die er auf diesem Pfad trägt. Ferner wirst Du zusätzliche Übungen zur Steigerung Deiner Visualisationsfähigkeit ausführen und Dich mit wichtigen magischen Grundtechniken, wie dem qabbalistischen Kreuz, dem Rosenkreuzritual und dem Pentagrammritual vertraut machen.

Im zweiten Halbjahr lernst Du die Kräfte der vier Himmelsrichtungen und der vier Elemente kennen und Du lernst, wie Du diese Kräfte in Deinem inneren Tempel herbeirufen kannst, indem Du die Himmelsrichtungen öffnest und ebenfalls wie Du die Himmelsrichtungen wieder schließen kannst. Weiterhin lernst Du die verschiedenen Mythologien und Traditionen der westlichen Mysterien kennen, denn unabhängig davon welche Tradition Dir persönlich am meisten liegt, ist es sinnvoll einen Überblick und ein Verständnis für alle Traditionen der westlichen Mysterien zu haben, da diese sich untereinander immer wieder stark beeinflußt haben. Du wirst ebenfalls lernen, wie Du Dich persönlich mit einem Erzengel oder einer Gottheit rituell verbinden kannst, so daß die Kraft und das Potential des Erzengels oder der Gottheit durch Dich wirken kann. Wir werden uns auch mit Astrologie beschäftigen, da diese eine wichtige Grundlage okkulter Symbolik ist und wir werden darüber hinaus die Lehre von den vier Temperamenten kennenlernen, da sie die Basis der okkulten Psychologie und Charakterkunde darstellt und somit ein wichtiger Schritt zur Selbsterkenntnis ist.

Als kurzer Ausblick auf die folgenden zwei Jahre sei erwähnt, daß wir im zweiten Jahr die vier Elemente und die Kräfte der Himmelsrichtungen intensiver erforschen und die magischen Werkzeuge herstellen, durch welche wir diese Kräfte im Ritual kanalisieren. Des weiteren erkunden wir die verschiedenen Aspekte des inneren Tempels, welche die Schlüssel zu den Kräften der Seele offenbaren. Darüber hinaus lernen wir im zweiten Jahr auch die magischen Kräfte für irdische Ziele einzusetzen und zu kanalisieren. Im dritten Jahr geht es vor allem um das Erlangen eines tieferen Verständnis des Lebensbaumes, des Tarot, der Schöpfung und der menschlichen Seele, sowie um Aufbau und Vervollkommnung der magischen Persönlichkeit.

Nach Abschluß des dreijährigen Grundkurses kann der Student an unserem einjährigen Fortgeschrittenenkurs teilnehmen, in dem es unter anderem um ein tiefes Verständnis und intensive direkte Erfahrung der zweiundreißig Pfade des qabbalistischen Lebensbaumes, sowie um fortgeschrittene planetare Magie und nicht zuletzt um die Vorbereitung auf wahre Einweihung gehen wird.

Die folgende Beschreibung ist eine in sich vollständige Anleitung zu okkulter Arbeit, dennoch wurden einige Übungen und Details ausgelassen, die nur im Rahmen einer persönlichen okkulten Ausbildung weitergegeben werden können. Manche Inhalte können nur vom Lehrer zum Schüler vermittelt werden und andere sind nur im Rahmen der Zugehörigkeit zu einer okkulten Gruppe oder Loge sinnvoll. Diese Auslassungen betreffen Inhalte, die, richtig ausgeführt, den Fortschritt des Mysterienschülers nachhaltig beschleunigen und intensivieren können; allerdings ist dieser Effekt nur unter den besonderen Bedingungen einer persönlichen Ausbildung innerhalb einer kontaktierten Gruppe zu erzielen. Trotz dieser Einschränkung ist die hier dargestellte Anleitung eine in sich vollständige und zuhöchst effektive Ausbildung, die der Ausbildung vieler okkulter Schulen in nichts nachsteht.


Erster Monat

1. Woche: In der ersten Woche Deiner spirituellen Ausbildung geht es darum, die Grundlagen der Meditation zu erlernen. Meditation ist einer der vier Grundpfeiler spiritueller Ausbildung. Meditation schult unsere Entspannungs- und Konzentrationsfähigkeit, die für magische Arbeit unverzichtbar sind. Außerdem hilft uns die Meditation Kontakt zu dem tiefen Wissen zu erlangen, das in uns verborgen ist. Beginne jede Meditation damit, die tägliche Kerzenübung durchzuführen. Diese Übung ist enorm wichtig, weil Du durch sie Deine gesamte spirituelle Arbeit unter den Segen (und Schutz) des Lichtes stellst. Wenn Du diese Übung regelmäßig durchführst, wird die Präsenz des Lichtes in Deinem Leben ein wichtiger Faktor, der Deine spirituelle Entwicklung so positiv beeinflussen wird, daß man ohne Übertreibung sagen kann, daß diese Übung mindestens ebenso wichtig ist wie die Meditation selbst. Aus diesem Grunde solltest Du die tägliche Kerzenübung auf jeden Fall jeden Tag durchführen, auch wenn Du an diesem Tag nicht die Zeit zur Meditation findest. Die tägliche Kerzenübung sollte ein ganz fester Teil Deines Tagesablaufes werden. Beginne Deine Meditation damit, Dich zu entspannen, Deinen Atem zu beruhigen, und Dich dann dem Thema der Meditation zuzuwenden. Nach jeder Meditation solltest Du sofort Deine Meditationsaufzeichnungen in Dein magisches Tagebuch notieren.

(Die gesammelten Aufzeichnungen solltest Du, falls Du Mitglied einer okkulten Schule oder Loge bist, alle zwei Wochen an Deinen persönlichen Betreuer zuschicken, damit Du rechtzeitig, ein Feedback bekommst, das Dir hilft zu beurteilen, was Du gut gemacht hast und was Du noch verbessern mußt. Ein regelmäßiges objektives Feedback von einem erfahrenen persönlichen Ratgeber ist sehr wichtig, damit Du lernst die Ergebnisse Deiner Meditationen richtig einzuschätzen und nicht dem Wunschdenken anheim fällst.)

Die Meditationsthemen der ersten Woche sind:

  1. Wenn ich jetzt nicht beginne, werde ich es dann jemals tun?
  2. Es gibt nichts in der Welt, das mich daran hindern könnte, an jedem Tag einen Moment der Besinnung zu finden, außer mir selbst.
  3. Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
  4. Der innere Schweinehund mag es nicht, neue Gewohnheiten anzunehmen, deshalb findet er unzählige Gründe, die dagegen sprechen.
  5. Willst Du lieber weiter im Dunklen tappen oder hast Du den Mut, ein Licht zu entzünden?
  6. Die Grenze dessen, was Du erreichen kannst, ist die Grenze dessen, was Du Dir vorstellen kannst.
Versuche bei all diesen Themen jenseits des Offensichtlichen zu schauen. Denke nicht nur intellektuell darüber nach, sondern spüre auch Deine Emotionen und die inneren Bilder die das Thema bei Dir anstößt. Achte darauf die Meditationen nicht zu schnell zu beenden. Versuche eine durchschnittliche Meditationszeit von mindestens 10-15 Minuten pro Meditation anzustreben.

In jeder Woche wird es zusätzliche Übungen geben, die Du so gut es geht in Deinen Tagesablauf integrieren solltest. Diese müssen nicht immer direkt vor oder nach der Meditation durchgeführt werden. Oft ist es sinnvoller sie einfach dann durchzuführen, wenn es besonders gut in den Tagesablauf paßt.

In den ersten beiden Wochen solltest Du versuchen so oft es geht Visualisationsübungen zu machen. (Vergiß auch nicht Deine Erfahrungen mit diesen Übungen in Deinem magischen Tagebuch aufzuzeichnen!)


2. Woche: In der zweiten Woche vertiefen wir das Niveau der Meditation. Vor Beginn der zweiten Woche solltest Du den Text "Einführung in die Magie" sorgfältig gelesen haben. Wähle Dir für je drei Meditationen einen Satz aus diesem Text aus und meditiere darüber (also insgesamt zwei Sätze über die Du je dreimal meditierst). Wir meditieren deshalb dreimal über ein Thema, weil dadurch die Chancen steigen, tiefere Erkenntnisse zu erlangen. (In der ersten Meditation kommen all die Gedanken an die Oberfläche, die nicht so tief verborgen waren. In der zweiten Meditation kann es sein, daß Du denkst, Du hast schon alles dazu erkannt, was es zu sagen gibt, und Du beginnst, die bekannten Fakten noch mal zu überdenken und neu zu ordnen, und in der dritten Meditation erntest Du die Früchte und kommst zu tieferen Erkenntnissen, die nicht so offensichtlich waren. Diese Beschreibung der drei Meditationen ist natürlich stark vereinfacht und generalisiert, aber sie gibt Dir einen ersten Eindruck, warum es oft sinnvoll ist mehrmals über ein Thema zu meditieren, denn wenn man nur eine einzige Meditation zu einem Thema macht, bleiben die Erkenntnisse oft oberflächlich.) Versuche in dieser Woche eine durchschnittliche Meditationszeit von ca. 15-30 Minuten pro Meditation zu erreichen. Vergiß nicht auch in dieser Woche vor jeder Meditation die tägliche Kerzenübung durchzuführen! (Diese kurze aber sehr wirkungsvolle Übung solltest Du von jetzt an immer vor der Meditation durchführen. Gewöhne Dir an sie so regelmäßig wie möglich durchzuführen, auch an Tagen, an denen Du nicht meditierst.)

Wenn Du noch sehr unerfahren in der Meditation bist und es Dir schwer fällt aus der Meditation ernsthafte Erkenntnisse zu gewinnen, dann solltest Du vielleicht diese Phase Deiner Ausbildung verlängern und Dir für ein paar weitere Wochen erst mal nur Sätze aus dem genannten Text zur Meditation wählen, bis Du zu den Übungen der nächsten zwei Wochen übergehst.


3-4. Woche: In der dritten und vierten Woche werden wir eine neue Form der Meditation kennenlernen. Wir werden eine innere Meditationsreise durchführen. Diese Form der Meditation, welche eine der wichtigsten Techniken der westlichen Mysterientradition ist, wird oft als Pfadarbeit bezeichnet. Wir beginnen jetzt damit die Gedankenform des inneren Tempels aufzubauen. Wie bereits erwähnt ist diese Gedankenform eine enorm wichtige Grundlage für die innere Arbeit der Erforschung Deiner Seelenkräfte und somit für Deine magische Ausbildung. Die Erscheinung des Tempels sollte immer den Bildern entsprechen, die aus der Tiefe Deiner Seele kommen, aber Du solltest sehr darauf achten den Grundaufbau des inneren Tempels nicht zu verändern. Fast alle antiken Tempel hatten einen Aufbau, der an die wahre Natur der Seele angelehnt war, und auch der innere Tempel entspricht seiner Struktur nach den Aspekten der menschlichen Seele. Wenn Du an diesem Grundaufbau etwas veränderst und etwas hinzufügst, das da nicht hingehört oder etwas wegläßt, dann ist Dein innerer Tempel kein wahres Sinnbild Deiner Seele und Deine spirituelle Arbeit würde auf einem schiefen oder unvollkommenen Fundament errichtet werden.

Lies Dir die Beschreibung der ersten Meditation des inneren Tempels sorgfältig durch, bis Du genau weißt, wie er aussieht und was Du darin vorfindest. (Alternativ kannst Du eine Meditations-CD verwenden oder den Text selbst aufnehmen und abspielen. Bei eigenen Aufnahmen ist immer darauf zu achten, daß die Art der Aufnahme und die Weise, wie der Text eingesprochen wird, zur Meditation geeignet sind. )

Die ganze Meditation des inneren Tempels dauert ungefähr 40-60 Minuten. Wenn Du noch nicht sehr erfahren bist und es nicht gewohnt bist so lange zu meditieren, dann kannst Du die Meditation des inneren Tempels auch schrittweise durchlaufen. In der ersten Woche gehe in diesem Fall nur bis zum inneren Garten und dann kehre zurück, in der nächsten Woche gehe nur in die Bibliothek und erst in den nächsten zwei Wochen gehe in das innere Heiligtum. Befolge jedoch genau die Anweisungen in der ersten Meditation des inneren Tempels! Beginne keinesfalls gleich mit der Meditation des inneren Gartens oder gar der Erforschung desselben, die erst an späterer Stelle beschrieben ist, sondern betrete den inneren Garten so, wie es in der ersten Meditation beschrieben ist, indem Du den ganzen Weg auf der Astralebene zum inneren Tempel läufst. Dasselbe gilt für die Bibliothek. Es reicht völlig die Bibliothek zu betreten und das innere Bild der Bibliothek aufzubauen und zu festigen. Es ist noch viel zu früh um die Bibliothek zu erforschen.

Es geht in den ersten Wochen nur darum die Gedankenform des inneren Tempels stabil aufzubauen. Es ist wichtig, zuerst diese Gedankenform klar aufzubauen und zu festigen, bevor man sie intensiver benutzt. Ein häufiger Fehler von Anfängern besteht darin, die noch unfertige und ungefestigte Gedankenform gleich in zu passiver Weise zu nutzen und so jedem willkürlichen Bild, das aus dem Unterbewußtsein aufsteigt, nachzugeben, wodurch das Entstehen einer funktionstüchtigen Gedankenform stark erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird. Bedenke, daß der innere Tempel nach höheren Prinzipien geformt ist und der Struktur der menschlichen Seele entspricht. Wenn Du anfangs zuviel an der Form des inneren Tempels veränderst, werden sich einige Aspekte des Tempels vielleicht für die spätere Arbeit als unbrauchbar erweisen, weil Dein Tempel dann nicht mehr in Einklang mit den höheren Prinzipien ist. Es gilt die Balance zwischen zuviel und zuwenig Kontrolle zu wahren. Es ist wichtig, die Form des Tempels deutlich und durch bewußte Kontrolle des Willens genau entsprechend der Beschreibung des inneren Tempels aufzubauen und zu festigen und der astralen Substanz nicht zu erlauben von störenden Einflüssen destabilisiert zu werden. Aber gleichzeitig ist es ebenso wichtig zuzulassen, daß die Details der Gestaltung des Tempels den natürlichen Bildern entsprechen, die von selbst aus den Tiefen der Seele aufsteigen.

Ein persönlicher Lehrer oder Ratgeber, der in dieser Arbeit erfahren ist, kann hier dem unerfahrenen Mysterienschüler unschätzbare Hilfe leisten, indem er den Schüler bei dem Prozeß, diese Balance zu finden, begleitet und berät. Auch wenn etwas beim Aufbau des inneren Tempels anders läuft als erwartet, kann ein persönlicher Lehrer oder Ratgeber dem unerfahrenen Mysterienschüler den rechten Weg weisen. (Auch bei einem Fernkurs wie diesem ist es nachdrücklich zu empfehlen, den persönlichen Kontakt zu einer seriösen okkulten Gruppe zu suchen, da manche Dinge einfach nur persönlich vermittelt werden können.)

Vollziehe im Laufe dieser zwei Wochen (oder sobald der Mond wieder zunehmend ist) einmal das Schutzgeistritual, sobald Du Deinen niederen Schutzgeist kennengelernt hast. Durch dieses Ritual kannst Du die Verbindung mit Deinem niederen Schutzgeist festigen. Dieser Schutzgeist hilft Dir gesund zu bleiben und beschützt Dich vor allen negativen Einflüssen, allerdings mußt Du ihm dazu die nötige Energie geben. Weiterhin kann er Dir auch bei vielen anderen magischen Werken nützliche Dienste leisten - er ist so etwas, wie das "Schweizer Taschenmesser" unter Deinen magischen Helfern. Du solltest das Schutzgeistritual von nun an möglichst jeden Monat einmal (bei zunehmendem Mond) durchführen, damit die "Batterien" Deines Schutzgeistes immer voll aufgeladen sind.

Denke auch weiterhin daran, vor jeder Meditation die tägliche Kerzenübung durchzuführen!



Zweiter Monat

1-2. Woche: In den nächsten zwei Wochen werden wir das innere Heiligtum betreten und die Verbindung mit dem heiligen Schutzengel vertiefen. (Wenn Du in den vorhergehenden Wochen das innere Heiligtum noch nicht erkundet hast, dann ist jetzt die Zeit damit zu beginnen.)

3-4. Woche: In den folgenden zwei Wochen werden wir uns ausführlich mit dem Thema Ethik beschäftigen. Ethik ist in der Magie von großer Wichtigkeit. Alle antiken Texte über Magie betonen immer wieder, wie wichtig seelische und ethische Reinheit sind. Wenn wir mit realen Kräften arbeiten, dann müssen wir über ein hohes Verantwortungsbewußtsein verfügen, denn die Wirkungen unserer Taten werden entsprechend dem Karmagesetz auf uns zurückfallen. Weiterhin sollte der Student der Mysterien seinen Mitmenschen ein spirituelles und ethisches Vorbild sein und nach den höchsten ethischen Idealen streben, denn ohne ethische Reinheit kann er kein würdiger Diener des Lichtes sein. Aus diesem Grunde muß eine intensive ethische Schulung ein essentieller Bestandteil jeder seriösen okkulten Ausbildung sein.

Vor Beginn der dritten und vierten Woche des zweiten Monats solltest Du den "Kodex des Magiers" sorgfältig gelesen haben. In diesen zwei Wochen wirst Du über die vier Richtlinien des Kodex meditieren, wobei Du zu jeder Richtlinie je drei Meditationen durchführst. (Lies Dir den Text der aktuellen Richtlinie am besten vor jeder Meditation noch mal aufmerksam durch!)

Zur Meditation begib Dich in den inneren Tempel und meditiere im inneren Heiligtum über das jeweilige Thema, wie es in der Pfadarbeit "Meditation im Tempel" beschrieben ist. Diese Anleitung führt Dich direkt in den inneren Garten, so daß die Meditation insgesamt nicht so lange dauert. Es ist zweckmäßig für die meisten Themenmeditationen diese "Abkürzung" zu verwenden, allerdings ist es ratsam auch regelmäßig (d.h. etwa einmal pro Woche) den langen Weg zum inneren Tempel zu gehen, damit Du das Gefühl für den Weg zum inneren Tempel nicht verlierst.

Von nun an wirst Du alle Themenmeditationen im Heiligtum des inneren Tempels durchführen. Dies ist sehr wichtig, weil Du auf diese Weise die Gedankenform Deines inneren Tempels festigst und Deine Verbindung mit demselben vertiefst. Auch die Qualität der Erkenntnisse wird durch die Arbeit mit dem inneren Tempel oft deutlich verbessert. Weiterhin ist es auch eine wichtige Übung für Deine Visualisationsfähigkeit, die durch diese Technik enorm geschult wird.

In der westlichen Mysterientradition legen wir viel Wert darauf, daß alle Aspekte der menschlichen Seele geschult werden und aus diesem Grunde arbeiten wir mit einer Kombination aus verschiedenen Meditationsformen. Die Pfadarbeit zum inneren Tempel und die Visualisationen sind vor allem astrale Arbeit (d.h. sie finden auf der Ebene des Unterbewußtseins statt), die Themenmeditationen hingegen schulen auch das mentale Bewußtsein. Beides zusammen schafft eine Harmonie von Geist und Seele.

Auch wenn es von nun an nicht mehr in jeder Übungsanweisung erwähnt wird, beginnt selbstverständlich auch weiterhin jede Meditation mit der täglichen Kerzenübung. Denke daran diese Übung auch an allen Tagen, an denen Du nicht meditierst, durchzuführen. (Vollziehe diese kurze aber wichtige Übung am besten jeden Morgen, jeden Abend und vor jeder Meditation, wenigstens aber einmal am Tag.)

Als weitere Übung in diesen zwei Wochen übe zu Beginn jeder Meditation (nach der täglichen Kerzenübung) das Qabbalistische Kreuz. Diese einfache Übung harmonisiert Deine Aura und ist eine wichtige Voraussetzung für diverse Techniken, wie das Rosenkreuzritual oder das kleine Pentagrammritual.




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